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Alt 16-04-2012, 07:04   #16
rstuby
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Beiträge: 2.279
Dein erster Fehler (man behandelt immer erst den ersten Fehler, weil die anderen Folgefehler sein könnten) rührt daher, dass du einfach inputenc durch selinput ersetzt hast. selinput kennt aber keine Option "latin9" und überhaupt keine Optionen mit Kodierungsangaben, sondern sucht die Kodierung selber! Du musst ihm nur ein paar Hilfestellungen dazu geben. Das machst du so, wie localghost es oben schon angegeben hat:
Code:
\usepackage{selinput}     % Halbautomatische Festlegung der Eingabekodierung
\SelectInputMappings{     % mit Hilfe ausgewählter Glyphen
  adieresis={ä},          % siehe http://partners.adobe.com/public/developer/en/opentype/glyphlist.txt
  germandbls={ß},
  Euro={€}
}
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Alt 16-04-2012, 07:30   #17
Slevin
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Beiträge: 25
OK, ich habe deinen geposteten Code eingefügt. Das führt zu zweierlei Dingen:
1. Bisher wurden statt der Umlaute irgendwelche kryptischen Zeichen eingefügt. Nun werden alle Umlaute einfach weggelassen (z.B. "Darber" statt "Darüber")
2. Es erscheinen 96 Fehlermeldungen. (alle posten??)
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Alt 16-04-2012, 07:54   #18
sommerfee
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Beiträge: 1.603
Zitat:
Zitat von Slevin Beitrag anzeigen
1. Bisher wurden statt der Umlaute irgendwelche kryptischen Zeichen eingefügt. Nun werden alle Umlaute einfach weggelassen (z.B. "Darber" statt "Darüber")
Dann sind entweder deine Umlaute (in dem Argument von \SelectInputMappings) anders kodiert als die restlichen Umlaute, oder aber das Paket selinput ist nicht installiert. (An dieser Stelle erneut der Hinweis, daß MikTeX auch so eingestellt werden kann, daß es fehlende Pakete automatisch installiert. AFAIK ist das auch das Standardverhalten.)

Ersterem könnte man abhelfen, indem man die Umlaute für \SelectInputMappings nicht selber eintippt, sondern sich aus dem Dokumenttext per Copy-Paste organisiert.

Zweiteres kann man beheben, indem man das Paket installiert.

Ansonsten wundere ich mich hier nur noch. Ich kenne mich mit Windows nur wenig aus, aber es muß doch einen Editor für Windows geben, der die Kodierung der Umlaute automatisch erkennt! Oder ein Tool (ähnlich recode unter Linux), welches einem die Umlaute für Windows/TeXnicCenter umkodiert!

(BTW: Mit welchem Editor wurde der Text ursprünglich verfasst?)

Außerdem muß doch das ursprüngliche \usepackage[...]{inputenc} zu den Umlauten im Text gepasst haben! Ein Übersetzen sollte also immer möglich sein, egal unter welchem Betriebsystem, zumindest exakt solange nicht irgendein Editor von dir der Meinung ist, es müsste die Umlaute eigenständig umkodieren.

Vielleicht solltest du den Originaltext nochmal herauskramen, den NICHT in irgendeinen dubiosen Editor laden, sondern auf der Kommandozeile per "pdflatex xxx.tex" übersetzen.

Zitat:
2. Es erscheinen 96 Fehlermeldungen. (alle posten??)
Die ersten reichen völlig, der Rest sind sicherlich nur Folgefehler.

P.S.: Kannst du folgendes Übersetzen:

Code:
\documentclass{article}
\usepackage{selinput}     % Halbautomatische Festlegung der Eingabekodierung
\SelectInputMappings{     % mit Hilfe ausgewählter Glyphen
  adieresis={ä},          % siehe http://partners.adobe.com/public/developer/en/opentype/glyphlist.txt
  germandbls={ß},
  Euro={€}
}
\begin{document}
ÄÖÜäöüß
\end{document}
sommerfee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-04-2012, 13:13   #19
rstuby
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Beiträge: 2.279
Ach so, wie stehen denn die Umlaute und ß im Dokument? Direkt als ä ö ü ß - das ist doch bei einem zehn Jahre alten Dokument eher unwahrscheinlich?! Oder steht da "a "o "u "s? Oder noch was anderes?
Und dann die Frage an die selinput-Experten: was macht man da?
rstuby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-04-2012, 14:06   #20
Slevin
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Beiträge: 25
Zitat:
Zitat von sommerfee Beitrag anzeigen
Vielleicht solltest du den Originaltext nochmal herauskramen, den NICHT in irgendeinen dubiosen Editor laden, sondern auf der Kommandozeile per "pdflatex xxx.tex" übersetzen.
Habe das Original rausgekramt & es mit Miktex geöffnet und erstellt. Erstellen hat geklappt, allerdings wieder mit diesen Hyroglyphen als Umlauten.
ALLERDINGS: Die selbe (Original-)File habe ich einem Freund gegeben, welcher es auf seinem Rechner geöffnet hat und dort war alles bestens, auch die Umlaute wurden korrekt dargestellt!
Er verwendet aber die gleiche Software wie ich (Win7-64bit, Miktex-64bit, Texnic-Center):

Zitat:
Ach so, wie stehen denn die Umlaute und ß im Dokument? Direkt als ä ö ü ß - das ist doch bei einem zehn Jahre alten Dokument eher unwahrscheinlich?! Oder steht da "a "o "u "s? Oder noch was anderes?
Dort sehen die (ursprünglichen) Umlaute auch schon seltsam aus; werden als Quadrate mit einem Fragezeichen drin dargstellt. Aber auch wenn ich den Text hier ändere und einen Umlaut eintrage, wird dieser beim Erstellen auch als Hyroglyph angezeigt.
Slevin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-04-2012, 14:09   #21
rstuby
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Beiträge: 2.279
Was war da noch mal bei inputenc angegeben?
Stell mal ERST die Kodierung bei den Einstellungen von TeXnicCenter entsprechend um und lade DANN das Originaldokument erneut.

Ja und versuch es echt auch mal auf der Kommandozeile, also OHNE das Dokument in irgendeinem Editor zu öffnen. Du machst einfach eine Kommandozeile/Eingabeaufforderung/DOS-Shell/Konsole/Terminal auf, navigierst mit
cd Ordnername
in den Ordner, wo das Dokument liegt und tippst ein:
pdflatex Dokumentname.tex
und dann guckst du nach, ob das pdf entstanden ist bzw. sich geändert hat und wie es jetzt aussieht. Sommerfee hat schon seine Gründe, dass er das vorschlägt.

Geändert von rstuby (16-04-2012 um 14:16 Uhr)
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Alt 16-04-2012, 14:16   #22
u_fischer
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Registriert seit: 19.05.2009
Beiträge: 3.689
Zitat:
Oder steht da "a "o "u "s? Oder noch was anderes?
Und dann die Frage an die selinput-Experten: was macht man da?
Wenn da "a usw steht, braucht man kein selinput.

Wenn irgendeine bekannte Kodierung benutzt wird, sollte selinput damit umgehen können.

Wenn man durch Umkodieren oder teilweises Ersetzen oder wildes Copy&Paste Chaos angerichtet kann, kann selinput auch nicht mehr helfen. Es kann dir auch nicht dabei helfen, deinen Editor so einzustellen, dass die Umlaute korrekt angezeigt werden, wenn du eine tex-Datei öffnest. Ein gewisses Grundwissen über Dateikodierungen braucht man auch mit selinput.
__________________
Ulrike Fischer
http://www.troubleshooting-tex.de/
u_fischer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-04-2012, 14:32   #23
rstuby
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Ort: St. Petersburg, Russland
Beiträge: 2.279
Ist dann nicht selinput hauptsächlich nur für Minimalbeispiele im Forum gut?
Wenn man für sich selbst Dokumente schreibt, weiß man ja, was man im Editor eingestellt hat, und kann inputenc die entsprechende Option mitgeben.
Und wenn es bei schwierigeren Fällen eh nicht hilft...
rstuby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-04-2012, 14:51   #24
u_fischer
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Registriert seit: 19.05.2009
Beiträge: 3.689
Zitat:
Ist dann nicht selinput hauptsächlich nur für Minimalbeispiele im Forum gut?
Nun, es kann dir helfen rauszufinden, welche Kodierung ein unbekanntes Dokument hat, du musst nur in die log-Datei schauen. Und wenn du selinput benutzt, kannst du Dokumente problemlos umkodieren. Das kann nützlich sein, wenn du mit anderen zusammenarbeitest.

Aber im Prinzip hast du schon recht: Wenn man (wie ich) verstanden hat, was Dateikodierungen sind, dann braucht man selinput nicht unbedingt, und \usepackage[XXX]{inputenc} schreibt sich schneller. Und was Minimalbeispiele angeht: Ich habe einfach zwei Testdateien (test-ansinew.tex und test-utf8.tex) offen und kopiere die Beispiele einfach in die passende Datei.
__________________
Ulrike Fischer
http://www.troubleshooting-tex.de/
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Alt 16-04-2012, 18:46   #25
Slevin
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Beiträge: 25
Zitat:
Zitat von rstuby Beitrag anzeigen
Stell mal ERST die Kodierung bei den Einstellungen von TeXnicCenter entsprechend um und lade DANN das Originaldokument erneut.

Ja und versuch es echt auch mal auf der Kommandozeile, also OHNE das Dokument in irgendeinem Editor zu öffnen.
zu 1.)
Ja WIE stelle ich dies denn um? Das wurde hier bereits diskutiert, aber eine "Kodierungsumstellung" in Texnic Center scheint nicht möglich zu sein. Und ich benutze auch die neueste Alpha Version.

zu 2.)
Oh tut mir Leid, das hatte ich bereits versucht, aber da das nichts gebracht hat, habe ich es hier nicht erwähnt =(
So sieht mein Kommandofenster nach der Eingabe aus:
http://imageshack.us/photo/my-images/215/cmdof.jpg/

Geändert von Slevin (16-04-2012 um 18:49 Uhr)
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Alt 16-04-2012, 18:49   #26
rstuby
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Beiträge: 2.279
Ich habe zwar kein TeXnicCenter, aber das muss in allen Editoren gehen. Was da 2006 nicht ging, war, es auf utf8 umzustellen. Ich hoffe mal, das ist heute anders.
Such noch mal bei den Einstellungen.

Leider ist deine Ausgabe des Kommandofensters nicht mitgekommen.
Und wie sieht das pdf nach der Eingabe aus?
rstuby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-04-2012, 19:20   #27
rstuby
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Ort: St. Petersburg, Russland
Beiträge: 2.279
Hier http://windows-vs-linux.life-faq.de/...und-LaTeX.html steht über TeXnicCenter:

wenn man unter
optionen --> editor --> editor font encoding (editor: fontkodierung) das richtige einstellt ...
rstuby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-04-2012, 19:50   #28
rais
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Beiträge: 5.504
Moin moin,
Zitat:
Zitat von Slevin Beitrag anzeigen
zu 2.)
Oh tut mir Leid, das hatte ich bereits versucht, aber da das nichts gebracht hat, habe ich es hier nicht erwähnt =(
So sieht mein Kommandofenster nach der Eingabe aus:
http://imageshack.us/photo/my-images/215/cmdof.jpg/
ja, \partpagestyle ist bei einer aktuellen scrartcl-Klasse nicht definiert (nur bei scrreprt/scrbook).
Um die Dateikodierung nicht zu gefährden, könntest Du Dir eine Art Wrapper bauen, in dem Du lediglich \partpagestyle definierst und dann Deine unveränderte (Original-)Datei einbindest:
Code:
% wrapper.tex:
\def\partpagestyle{}
\input{wie-auch-immer-Deine-Originaldatei-heißt.tex}
und dann natürlich diese Wrapper-Datei kompilierst.

BTW: Du kannst Fehlermeldungen direkt aus der entstandenen .log-Datei abgreifen und hier in der Code-Umgebung reinstellen.

BTW2: Du hast nicht zufällig einen Link auf die Originaldatei für uns?

MfG
__________________
Rainer
There's nothing a good whack with a hammer won't fix!
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Alt 16-04-2012, 20:52   #29
Slevin
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 15.04.2012
Beiträge: 25
Ich habe heute leider keine Zeit mehr mich damit zu befassen, deshalb nur kurz hierzu:
Zitat:
Zitat von rstuby Beitrag anzeigen
Hier http://windows-vs-linux.life-faq.de/...und-LaTeX.html steht über TeXnicCenter:

wenn man unter
optionen --> editor --> editor font encoding (editor: fontkodierung) das richtige einstellt ...
Habe ich versucht: "Editor Fontkodierung" (oder "font encoding") existiert bei mir nicht.
Ich werd morgen nochmal googlen.

Zitat:
BTW2: Du hast nicht zufällig einen Link auf die Originaldatei für uns?
Hier:
EDIT: Links erstmal entfernt, da sich in diesem Dokument Lösungen zu Uni-Aufgaben befinden, die nicht veröffentlicht werden dürfen. Ich versuche morgen den Lösungsteil herauszuschneiden.

Das mit dem "Wrapper" werde ich mir morgen mal genauer ansehen.
Gute Nacht!

Geändert von Slevin (16-04-2012 um 21:05 Uhr)
Slevin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-04-2012, 17:30   #30
Slevin
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 15.04.2012
Beiträge: 25
Problem gelöst!
Offensichtlich - auch wenn ich mich nicht mehr daran erinnern kann - hatte ich das Original-Dokument doch schon mal bearbeitet. Habe es mir nämlich gerade erneut zuschicken lassen und siehe da, die Umlaute werden korrekt angezeigt!

Eine Frage hätte ich aber noch:
Wenn ich nun einen Text (mit Umlauten) nicht im Texnic Center schreibe, sondern zunächst in WordPad, MS Word, auf einem anderen Rechner oder sonst wo und dann diesen Text markiere, kopiere und in Texnic Center einfüge, kann es dann zu (Kodierungs-)Problemen kommen (v.a. bzgl. der korrekten Darstellung von Umlauten)? Im Test gerade eben hat es funktioniert, aber das muss ja nicht allgemeingültig sein.
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